Evaluation
Evaluation des Programms
Das Mammographie-Screening-Programm wird laufend evaluiert. Mit seiner Einführung im Jahr 2002 hatte der Gesetzgeber eine entsprechende Datenerhebung verfügt, die Aufschluss über den Verlauf und die Ergebnisse des Screening-Programms liefern soll.
Die Kooperationsgemeinschaft erstellt über die Ergebnisse regelmäßig einen
Evaluationsbericht und legt ihn dem
Gemeinsamen Bundesausschuss zur weiteren Beratung vor. Dieser prüft die Ergebnisse und entscheidet, ob weitere Auswertungen oder Änderungen des Früherkennungsprogramms notwendig sind.
Der zweite Evaluationsbericht des Mammographie-Screening-Programms in Deutschland ist im Februar 2012 vorgestellt worden. In dem Bericht sind die Auswertungen des Mammographie-Screenings von 94 Screening-Einheiten aus den Jahren des Programms von 2008 bis 2009 zusammengefasst.
Erstmalig finden sich im aktuellen Bericht Ergebnisse für die „Folgerunden“, da im Auswertungszeitraum 2008-2009 die Einführung des Mammographie-Screening-Programms weitgehend abgeschlossen war und Frauen bereits wiederholt (im Zwei-Jahres-Intervall) am Screening teilgenommen haben.
Die Ergebnisse im Bericht belegen, dass die strengen
Qualitätsvorgaben im Programm auch erfüllt werden. So werden durch das Mammographie-Screening wesentlich häufiger kleine Tumoren aufgespürt. Der Anteil der invasiven Karzinome von einer maximalen Größe bis 10 Millimeter liegt im Screening bei gut 30 Prozent. Bei schon einmal gescreenten Frauen liegt er sogar bei 35 Prozent. Vor Einführung des Mammographie-Screenings waren es nur rund 14 Prozent.

Leistungsparameter des Mammographie-Screening-Programms in den Jahren 2008-2009 mit Angabe der Referenzbereiche
Bei mehr 75 Prozent aller im Programm entdeckten invasiven Karzinome waren die Lymphknoten der Frauen, die erstmalig am Screening teilgenommen haben, noch nicht befallen. In der Folgerunde stieg der Anteil sogar auf 79 Prozent.
Vor dem Screening lag der Wert mit 49 Prozent deutlich darunter. „Für Frauen mit kleinen Tumoren ohne Metastasen, bestehen sehr gute Chancen vollständig geheilt zu werden“, so Dr. Karin Bock, Leiterin des Referenzzentrums Mammographie Südwest. „Die betroffenen Frauen profitieren außerdem von einer schonenderen und meistens brusterhaltenden Therapie. Das ist ein deutlicher Gewinn für die Frauen.“
Die Pressemitteilung zum aktuellen Evaluationsbericht finden Sie
hier.