

Die ersten Ergebnisse der Qualitätssicherung sind im Rahmen des ersten Qualitätsberichts 2005 - 2007 veröffentlicht worden.
Die Qualitätssicherung im Mammographie-Screening-Programm folgt dabei den Prinzipien des Qualitätsmanagements und sieht einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess vor. Die Vorgaben für die Qualitätsanforderung sind dabei den EU-Leitlinien entnommen. Sie umfassen die fachliche Qualifikation der am Screening beteiligten Leistungserbringer sowie die apparative Ausstattung (Strukturqualität), ein strukturiertes, qualitätsgesichertes Zusammenwirken der einzelnen Organisationseinheiten (Prozessqualität) und eine Qualitätsdarlegung und Programmevaluation (Ergebnisqualität). Um eine vollständige Qualitätssicherung und flächendeckende Evaluation zu gewährleisten, werden alle im Rahmen des Früherkennungsprogramms durchgeführten Prozesse und Untersuchungen einheitlich und vollständig dokumentiert.
Zu den wichtigsten Aspekten der internen und externen Qualitätssicherung gehören:
Tägliche Überprüfung aller eingesetzten Mammographie-Geräte. Zur Sicherung einer hohen Bildqualität bei möglichst niedriger Strahlenbelastung sowie zur Sicherung der Anforderungen an die Betrachtungsbedingungen werden Konstanzprüfungen (täglich, monatlich und jährlich, bei analogen Geraten zusätzlich wöchentlich) durchgeführt.
Die radiologischen Fachkräfte sowie alle im Mammographie-Screening-Programm teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen haben vor Aufnahme ihrer Tätigkeit spezielle Kurse zu absolvieren, intensive Trainingsprogramme zu durchlaufen und nach dem Start im Mammographie-Screening-Programm regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung ihrer fachlichen Qualifikation teilzunehmen.
Hier findet sich ein Überblick der Fortbildungsangebote.
Vorgeschriebene Mindestfallzahlen bei Befundungen, Untersuchungen der Abklärung, Histopathologie und Operationen.
Die obligatorische Doppelbefundung erhöht die Sensitivität, die Konsensuskonferenzen die Spezifität der mammographischen Befundung.
Maßgeblich für die Qualität des Mammographie-Screening-Programmes ist die Qualität der gesamten Versorgungskette unter Einbeziehung der Diagnostik, Pathologie und des operativen Sektors. Die multidisziplinären Konferenzen sind in der Anlage 9.2 der Bundesmantelverträge der Ärzte und Krankenkassen exakt beschrieben.
Anlage 9.2 der Bundesmantelverträge.pdf, 370 kB
Um die hohen Qualitätsanforderungen zu erfüllen, werden die Screening-Einheiten bei der medizinischen, diagnostischen und technischen Qualitätssicherung durch die Referenzzentren unter Berücksichtigung der quartalsweise vorgelegten Leistungsindikatoren unterstützt und betreut. Alle Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements dienen der Qualitätsüberprüfung und -darlegung sowie der kontinuierlichen Optimierung und Weiterentwicklung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen. Die Screening-Einheiten einschließlich der beteiligten Personen und organisatorischen Strukturen werden hinsichtlich der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität im Rahmen regelmäßig stattfindender Rezertifizierungen von der Kooperationsgemeinschaft überprüft.
Weitere Informationen finden Sie auch im
Evaluationsbericht 2005 - 2007.pdf, 1.268 kB